Blasenkontrolle bei Babys – unmöglich!? Die Fakten

Blasenkontrolle bei Babys

Sarah: „Ich habe mir die Sachen durchgelesen, die so über Windelfrei im Netz zu finden sind. Dabei wurde in den Vordergrund gehoben, dass es im Gehirn des Kindes registriert wird, dass die Blase voll ist. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Blase kontrolliert werden kann. … Zumal durfte ich einiges über Kinder in meiner Ausbildung, Weiterbildung etc. lernen, so dass ich weiß, dass ein Kind in dem Alter noch gar nicht seine Blase und Co kontrollieren kann.“ *

Blasenkontrolle bei Babys – die gängige Meinung

In unseren „westlichen“ Ländern glauben wir und bekommen es auch gelehrt, dass die Blasenkontrolle bei Babys gar nicht vorhanden ist. Erst bei Kleinkindern ab einem Alter von 24 Monaten entsteht die Möglichkeit der Blasenkontrolle.

Etwas spezifischer wird davon ausgegangen, dass Kinder erst dann „trocken“ sein können, das heißt ihre Schließmuskeln kontrollieren und Geschäfte rechtzeitig ansagen können, sobald sie freihändig in der Mitte der Treppe gehen können. Vorher? Keine Chance!

Aber was ist mit den windelfrei aufwachsenden Kindern, deren Eltern behaupten, dass sie bereits mit 14 oder 20 Monaten zuverlässig Bescheid sagen würden, wenn sie mal müssen? Auf diese Frage gibt es standardmäßig drei Antwortalternativen:

  1. Das ist ja nur konditioniert! Das Kind hat gelernt, dass es sich erleichtern muss, sobald sie/er den Topf sieht oder spürt, oder sobald sie/er den oft verwendeten Signallaut hört.
  2. Diese Eltern überwachen ihre Kinder jede Sekunde (und setzten sie dann gerade noch rechtzeitig im letzten Moment aufs Töpfchen).
  3. Du hast dein Kind darauf trainiert!

 

Meistens bekomme ich eine Kombination aus diesen Antworten und beim näheren Nachfragen wird schnell deutlich, dass der Person weder klar ist, was „Konditionierung“ bedeutet, wie sie genau vonstatten geht, noch was „Training“ aus lernpsychologischer Sicht genau bedeutet. Oder auch andersherum: Die meisten wissen gar nicht, was Windelfrei genau ist.

Deshalb finde ich es auch gut nachvollziehbar, wenn solche Antworten gegeben werden. Die Schwierigkeit daran finde ich daher anderswo: In der schnellen Vorverurteilung einer Art (mit Babys) zu leben, ohne genau hingesehen zu haben.

 

Die Vorurteile zur Blasenkontrolle bei Babys aus Sicht von Windelfrei-Eltern

Alle Windelfrei-Eltern lachen bei diesen Antworten wahrscheinlich hell auf!

Ad 1) Kein Baby macht ein Geschäft, nur weil es über ein Töpfchen gehalten (und ein Geräusch dazu gemacht) wird. Wäre ja zu einfach! 😉 (Glaubst du nicht? Dann lies gerne hier oder hier.)

Ad 2) Und überwachen? Hahaha! Jeder, der diese Art von „Windelfrei“ (die keine ist) probiert hat, weiß, dass das nicht funktioniert! Zum einen signalisieren „überwachte“ Babys so gut wie nicht. Zum anderen macht auch ein Baby kein Geschäft gegen seinen Willen. Auch nicht, wenn sie/er keine Lust darauf hat. Da bringt auch die Überwachung nichts.

Ad 3) Training? Fast alle Windelfrei-Eltern, die ich kenne, und auch bei unseren „Windelfrei-Treffen und mehr“ ist es immer wieder Thema, würden es genau „andersherum“ beschreiben: Die Eltern haben gelernt, die Signale ihrer Kinder zu „lesen“ und entsprechend darauf zu reagieren. Wenn, dann war es eher ein Elterntraining denn ein Babytraining. (Lies dazu auch gerne ausführlicher: Was ist Windelfrei? oder entsprechende Erfahrungsberichte.)

Für einige reichen diese Erfahrungen und die dahinterstehende „Logik“ schon aus. Andere, so wie ich auch, haben Behauptungen gerne mit Fakten untermauert. Sonst könnte es sich um Einzelfälle handeln oder ein anderer Bias (eine Wahrnehmungsverzerrung) dahinter stehen.

Deshalb hier:

 

Die wichtigsten Fakten und Studienergebnisse zur (frühkindlichen) Blasenkontrolle

Sarah hat in ihrer Aussage in einem Punkt völlig recht: Nur, weil ein Reiz im Gehirn verarbeitet wird, bedeutet dies noch lange nicht, dass auch entsprechend darauf reagiert werden kann. Doch lass uns gerne alle Fakten dazu ansehen:

  • Eine volle Blase wird ans Gehirn weiter geleitet. Also konkret natürlich die Wahrnehmung, dass die Blase zu einem gewissen Teil gefüllt ist. Dieses sensorische Ergebnis wird dabei nicht in den Teil des Gehirns weitergeleitet, der sich um „Unbewusstes“ oder (aktiv) Unsteuerbares kümmert, wie z. B. das vegetative Nervensystem oder unser Schlaf-Wach-Rhythmus. Nein, der Reiz wird in „höheren Zentren“ verarbeitet. Das heißt, er kommt dem Kind (bzw. bereits einem Neugeborenem) zu Bewusstsein (die Art von Bewusstsein, die ein Baby je nach Alter gerade besitzt und die sich natürlich von unserem unterscheidet.). (Nevéus & Sillén, 2013; Yeung et al., 1995)
  • Wichtig sind auch noch die Studien von Gladh und Kollegen (2000) sowie Yeung und Kollegen (1995), um zwei Beispiele von mehreren zu nennen. Diese Forscherteams haben mehrfach belegt, dass bereits Neugeborene ihren Schließmuskeln aktiv halten, also anspannen. Das ist natürlich noch keine Kontrolle. Aber entgegen der sonst vertretenen Meinung, dass Babys anfangs quasi dauernd „auslaufen“, ganz automatisch, sobald die Blase voll ist (wie bei einem Bade-Entchen, bei dem bei Druck das Wasser herausläuft, oder wenn einfach zu viel darin ist), ist es wichtig, zu wissen: Selbst Neugeborene müssen ihren Schließmuskel für Geschäfte aktiv entspannen.
    • Bei vielen Windelfrei-Kindern passiert in der Entwicklung nun Folgendes: Sie halten ihren Schließmuskel weiterhin meist aktiv, und entspannen sich gezielt für Geschäfte.
    • Viele (nicht alle!) vollzeitgewickelte Kinder (vor allem mit Wegwerfwindeln) durchleben eine andere Entwicklung: Sie erleben, dass auf ihre Ausscheidungssignale nicht reagiert wird, woraufhin sie sich nicht mehr bewusst um ihre Schließmuskeln kümmern. Dadurch kommt es zu häufigeren Geschäften und einem anderen Lernvorgang. Diese Kinder müssen später lernen, ihre Schließmuskeln außerhalb der Geschäfte wieder aktiv zu halten, und sich nur gezielt für Geschäfte zu entspannen. (Ohne Bewertung! Es ist einfach ein anderer Lern- und Entwicklungsvorgang.)
    • Zum Vergleich vollzeitgewickelt vs. windelfrei aufwachsende Kinder gibt es auch zwei tolle Studie von Duong und Kollegen (2013) sowie Jansson und Kollegen (2005). Im Vergleich vietnamesischer Kinder (windelfrei) mit schwedischen Kindern (vollzeitgewickelt) zeigte sich, dass die windelfreien Kinder ihre Blase durchschnittlich bereits mit 9 Monaten vollständig entleeren konnten (d. h., dass sich in der Blase kein Resturin mehr befand), bei den vollzeitgewickelten Kindern war dies mit durchschnittlich 36 Monaten (2,5 Jahre) der Fall.
    • Ganz wichtig: Ich will hier weder Windelfrei hochloben noch Vollzeitwickeln diffamieren. Es hat beides seine Berechtigung und beides ist in seiner Art OK! Ich gehe davon aus (Hypothese!), dass Windelfrei das biologische Zeitfenster nutzt, das zum Trockenwerden von der Natur angelegt ist. Hast du dieses Zeitfenster „verpasst“ oder dich dagegen entschieden, ist es nicht schlimm. Es bedeutet lediglich, dass Kinder, die nach 18-24 Monate trocken werden, den Prozess des Sauberwerdens auf eine andere Art und Weise lernen. Das ist so, wie wenn jemand zweisprachig aufwächst im Vergleich mit jemandem, der sich eine zweite Sprache erst später aneignet. Beides hat Vor- und Nachteile. Und es haben definitiv beide Konzepte bzw. Lebensmöglichkeiten ihre Berechtigung!
  • Auch wenn Eltern immer wieder berichten, dass ihre Babys bereits mit wenigen Monaten so gut wie alle Geschäfte zuverlässig angeben, erwartet in unseren Breiten bestimmt niemand, dass ein Baby mit 3 Monaten „trocken“ ist. Es kann für einige Zeit so sein, doch klassisch gibt es mehrere Phasen. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer möglicherweise (fast) 100%-Phase in den ersten Monaten eine Phase mit weniger angesagten Geschäften erfolgt, ist sehr hoch. Klassisch ist den Kindern mit Krabbel- und Laufbeginn vermehrt daran gelegen, diese Fertigkeiten auszubauen, als rechtzeitig Bescheid zu sagen. (Klassische „Pause“, wenn das Kind in dieser Zeit gar nicht mehr abgehalten werden/aufs Töpfchen möchte. In dieser Zeit haben sich Austausch mit Gleichgesinnten oder eine professionelle Analyse eurer Situation mit konkreter Hilfestellung im Rahmen eines Familiencoachings bewährt.)
  • Eine Studie zeigt, dass Babys der Digo (Bevölkerungsgruppe im Süden Kenias) bereits ab 5-6 Monaten zuverlässig „trocken“ sind (deVries & deVries, 1977). Diese Babys kümmern sich dabei natürlich nicht selbst ums Saubermachen oder ihre (wenige) Kleidung, aber sie geben ab diesem Alter ihren Bezugsperson rechtzeitig Bescheid. Dieses Alter würde ich für unsere Art von Windelfrei und in unserem Kulturkreis nicht erwarten. Uns fehlt dbzgl. z. B. auch einfach der natürliche Umgang damit. Und auch die Intuition darf sich erst wieder langsam aufbauen. Aber es zeigt, was biologisch alles möglich ist! Und ja, definitiv ohne Druck und Strafe! Denn Druck würde genau zum Gegenteil führen, zu einem längeren Trockenwerden-Prozess und auch zu einer höheren Wahrscheinlichkeit von urologischen Problemen (z. B. Palmer et al., 2012; Bakker et al., 2001).
  • In westlichen Kulturen gehen wir davon aus, dass Windelfrei aufwachsende Kinder durchschnittlich mit 17,5 Monaten tags und nachts „trocken“ sind, das heißt ab diesem Alter volle Blasenkontrolle erlangt haben. Durchschnittlich mit 15 Monaten haben sie volle Darmkontrolle entwickelt (Rugolotto et al., 2008).
  • Die Vergleichsstudien von windelfrei aufwachsenden vs. vollzeit gewickelte Kinder geben an, dass etwa 98% der vietnamesischen Kinder mit 24 Monaten (2 Jahre) „trocken“ sind (58% mit 18 Monaten). Mit 36 Monaten waren etwa 55% der schwedischen Kinder trocken (Duong et al., 2013) bzw. genauer (Jansson et al., 2005): tagsüber 79% der Mädchen und 89% der Jungen; nachts 29% der Mädchen und 56% der Jungen. (Der Geschlechtsunterschied ist allerdings nicht signifikant.)

Mit all diesen Fakten sehe ich es als hinreichend belegt an, dass (frühe) Blasenkontrolle bei Babys möglich ist. 

Windelfrei aufwachsende Kinder erlangen mit hoher Wahrscheinlichkeit früher volle Kontrolle über ihre Schließmuskeln (durchschnittlich mit 18 Monaten), als klassisch gewickelte Kinder. 

(Wieder: ohne Bewertung! Ein Kind kann dieses früher, ein anderes jenes. Die Eltern sind entsprechend nicht besser oder andersherum fauler/schlechter! Es geht mir hier nur um den Nachweis, dass eine frühe Blasenkontrolle möglich ist – bestätigt mit wissenschaftlichen Studien und vielen Erfahrungsberichten.)

 

Erklärung zu dieser Schieflage

Wie konnte diese Situation der Falsch-„Fakten“ zur Blasenkontrolle bei Babys denn überhaupt entstehen? Ist Wissenschaft nicht die einzige Instanz, die wirklich objektiv ist und deren Fakten überall anerkannt werden? Wer, wenn nicht die Wissenschaft, kann überhaupt zuverlässige Aussagen liefern?

Die Erklärung dazu ist relativ einfach auf wenige Punkte zurückführbar:

  • In unseren westlichen Kulturen gibt es quasi nur mehr vollzeitgewickelte Kinder. (Fast) Alle Arten von frühem Töpfchentraining oder Windelfrei, die es vor Einführung der Wegwerfwindel gab, sind verschwunden (oder erleben erst in jüngerer Zeit eine Renaissance). Dem entsprechend werden Studien (so gut wie) nur an vollzeitgewickelten Kindern durchgeführt. Und die Ergebnisse auf alle Kinder übertragen. Das ist ein ganz klassischer Fehler und wird „selection bias“ oder „Stichprobenverzerrung“ genannt. Aber wer kann es den Wissenschaftlern (die auch nur Menschen sind 😉 ) verdenken? Wenn davon ausgegangen wird, dass nur vollzeitwickeln möglich ist bzw. das einzig Sinnvolle – wie sollte mensch da auf die Idee kommen, dass es auch etwas anderes geben könnte und die Ergebnisse bzw. einige davon durch diese falsche Grundannahme verfälscht sind!?
  • In der Wissenschaft gibt es immer wieder kontrovers diskutierte Ansätze zu einem Thema, bei dem sich dann eine Richtung durchsetzt – obwohl es objektiv nichts gegen die zweite Richtung einzuwenden gibt. Die eine Richtung finden einfach mehr Forscher plausibel oder spannend. Kuhn, einer der bedeutendsten Wissenschaftsphilosophen im 20. Jahrhundert, spricht in diesem Zusammenhang von der Akzeptanz eines Paradigmas. Innerhalb dieses Paradigmas wird so lange geforscht, bis sich grundlegende Probleme ergeben, die einen Paradigmenwechsel erfordern (z. B. Bird, 2011). 
    • Entsprechend gab es auch beim Töpfchentraining (allgemeines Wort für das frühe Kümmern um kindliche Geschäfte) einen Switch von der frühen Sauberkeitserziehung, die früher in Europa oft mit Druck und Strafe verknüpft war, hin zu einem „kindzentrierten“ Ansatz, bei dem gewartet wird, bis „das Kind soweit ist“ (z. B. Luxem, 1994).
    • Das Positive an diesem Umdenken ist, dass Kinder keinem Druck mehr ausgesetzt werden (sollten). Der Nebeneffekt ist, dass zum einen frühe Arten des Sauberwerdens verpöhnt wurden, und zum anderen dabei nicht berücksichtigt wurde, dass bereits Babys Bescheid geben, wenn sie mal müssen. D. h. bereits Babys sind bereit dafür!

 

Nachwort

Das sind einige der wichtigsten Fakten zur Blasenkontrolle bei Babys.

Du solltest nun wissen:

  • dass es bereits Babys oder Kleinkindern möglich ist, ihre Blase zu kontrollieren.
  • dass windelfrei aufwachsende Kinder durchschnittlich mit 18 Monaten „trocken“ werden (durchschnittlich! Darüber, dass Windelfrei nicht „funktioniert“, habe ich bereits berichtet.)
  • warum die allgemeine Meinung, die auch einige Wissenschaftler vertreten, eine andere ist.

 

Damit hast du jetzt Wissen und Fakten, die du an andere weitergeben kannst, wenn sie deinen eigenen Erfahrungen mit deinem windelfreien Kind nicht glauben. Und Verständnis, warum andere Menschen anders darüber denken.

Bitte nutze dieses Wissen nicht dafür, um Windelfrei als die einzig wahre Art im Umgang mit einem Kind darzustellen! Nur zum Aufklären und Informieren. Es ist wirklich in Ordnung, wenn sich deine Freundin gegen Windelfrei und für eine andere Art des Sauberwerdens für ihr Kind entscheidet. Sie hat andere Lebensverhältnisse, Erwartungen und Werte.

Wenn du mit einem „professionellen“ Menschen in Kontakt stehst (z. B. Arzt, Hebamme, Erzieher, Tagesmutter), dem du gerne ein paar wissenschaftliche Informationen zur Blasenkontrolle bei Babys (oder allgemeiner) zukommen lassen möchtest, dann schreib mich gerne an. Da ich bereits viele Studien für die Hebammen-Ausbildung an der Fachhochschule Puch/Urstein und die Hebammen-Fortbildung in NRW ausgearbeitet habe, teile ich diese auch sehr gerne mit anderen Professionen. So wird Windelfrei bekannter und erhält mehr Akzeptanz. Und das ist ein sehr wichtiger Schritt für uns alle!

 

Schreib mir gerne: Hat dir dieser Artikel geholfen? Kannst du diese Informationen gebrauchen? Worüber wünschst du dir noch mehr ausführliche und wissenschaftlich fundierte Informationen? 

 

* Dieser Artikel ist Teil einer Serie, in der es um die Beantwortung grundlegender Fragen zu Windelfrei geht. Viele Eltern stellen sich genau die gleichen Fragen, wenn sie das erste Mal von Windelfrei hören. Deshalb nutze ich hier die Gelegenheit, die Fragen von Sarah exemplarisch für viele Eltern zu beantworten.

 

Quellen:

Bakker E, van Gool J & Wyndaele J-J (2001). Results of a Questionnaire Evaluating Different Aspects of Personal and Familial Situation, and the Methods of Potty-training in Two Groups of Children with a Different Outcome of Bladder Control. Scand J Urol Nephrol 35: 370–376.

Bird A (2011). Thomas Kuhn. Stanford Encyclopedia of Philosophy. Version 11.08.2011.

deVries, M. W. & deVries, M. R. (1977). Cultural relativity of toilet training readiness: a perspective from East Africa. Pediatrics, 60 (2), 170-177.

Duong TH, Jansson U-B, Holmdahl G, Sillén U & Hellström A-L (2013). Urinary bladder control during the first 3 years of life in healthy children in Vietnam e A comparison study with Swedish children. Journal of Pediatric Urology, 9, 700-706.

Gladh G, Persson D, Mattsson S, Lindström S (2000). Voiding pattern in healthy newborns. Neurourol. Urodynam. 19:177-184.

Jansson U-B, Hanson M, Sillén U, Hellström A-L (2005). Voiding Pattern and Acquisition of Blader Control from Birth to Age 6 Years – A Longitudinal Study. Journal of Urology, 174, 289–293.

Luxem M. (1994). Behavioral toilet training in early childhood: research, practice, and implications. J Dev Behav Pediatr; 15(5):370-8.

Nevéus T, Sillén U (2013). Lower urinary tract function in childhood; normal development and common functional disturbances. Acta Physiol (Oxf); 207(1):85-92.

Palmer MH, Athanasopoulos A, Lee K-S,  Takeda M, Wyndaele J-J (2012). Sociocultural and environmental influences on bladder health. Int J Clin Pract, 66, 12, 1132–1138.

Rugolotto S, Sun M, Boucke L, Calò DG, Tatò L (2008). Toilet training startet during the first year of life: a report on elimination signals, stool toileting refusal and completion age. Minverva Pediatrica, 60, 27-35.

Yeung, C. K., Godley, M. L., Ho, C. K., Ransley, P. G., Duffy, P. G., Chen, C. N. & Li, A. K. (1995). Some new insights into bladder function in infancy. British journal of urology, 76 (2), 235-240.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.