Windelfrei-Dienstag: Zwischen ganz und gar nicht ist alles erlaubt

Halbjahresbilanz

Die Babydame zeigt jetzt bereits seit mehr als 6 Monaten ihre Geschäfte an. Eine gute Gelegenheit, zurückzublicken, zu vergleichen und zu resümieren.

Aktuell ist die Babydame viel mit sitzen, sich aufstellen/hochziehen und vorwärtskommen/ro
bben beschäftigt. Damit hat sich für sie eine ganz neue Welt eröffnet. Was macht das mit den (angezeigten) Geschäften? Welche stillen Örtchen verwendet die Babydame? Was hat sich sonst in dieser Zeit verändert? Lies gleich weiter, um es zu erfahren!

Geschäftshäufigkeit

Musste sie morgens z. T. im 10-Minuten-Takt, sind die Abstände zwischen den Geschäften mittlerweile viel größer geworden. Durchschnittlich muss sie vielleicht alle 30 Minuten. (Mal ist es mehr, mal ist es weniger. Und genau heute, als ich das schreibe, muss sie morgens dreimal nach je 10 Minuten … geschätzte Zeit; ich sehe dafür einfach nicht auf die Uhr, da ich ihre Bedürfnisse sowieso nach Bedarf und nicht nach Zeit erfülle.) Spannend dabei finde ich, dass es einerseits ein kontinuierliches Längerwerden gibt, und gleichzeitig kommen manchmal Sprünge vor, sodass die Abstände von einem Tag auf den nächsten plötzlich viel länger sind (was aber nicht so bleiben muss).

Die Signale

Seit dem Alter von 4-5 Monaten habe ich den Eindruck, dass ihre Signale weniger deutlich sind. (Beim jungen Mann hatte ich in dieser Zeit erst begonnen, auf seine Ausscheidungsbedürfnissignale zu achten! Rückblickend wundere ich mich also nicht mehr, dass ich bei ihm kaum ein klares Signal erkennen konnte. Na gut, es kann daran liegen, muss es aber nicht.) Auch aktuell finde ich Babydames Signale an einigen Tagen sehr „verwaschen“. Gerade mit dem Sitzen ist ein ganz neues Spielfeld dazu gekommen, da kann ein kurzes Mäkeln auch bedeuten: „Ich will wieder mit dem Ball spielen! Warum ist er weggerollt? Menno, ich erreiche ihn nicht!“

Habe ich vor einigen Wochen hier alle ihre Signale von dieser Zeit zusammengetragen, sehen sie mittlerweile wieder anders aus. Ihr aktuelles Lieblingssignal (sehr eindeutig) ist ein sich Schütteln. Meist zeigt sie es kurz vorher, es kann aber auch schon das Geschäftsende anzeigen. Grundsätzlich habe ich sonst den Eindruck, dass sie nun eine geringere Anzahl an Signale verwendet und diese dafür häufiger.

Stille Örtchen

Anfangs benutzte die Babydame fast ausschließlich das Töpfchen (ein größeres Zuhause und ein kleineres unterwegs). Mittlerweile nutzt sie fast täglich sämtliche Möglichkeiten, die unser Wohnsitz zu bieten hat: ihr Töpfchen, das Töpfchen des jungen Mannes (jeweils darüber gehalten – es macht für sie tatsächlich einen Unterschied, über welches Töpfchen sie gehalten wird), die Toilette (mal vorwärts, mal rückwärts), die beiden Waschbecken, die Badewanne; und unterwegs Grünstreifen, Sträucher, Bordsteinkannten … also typische Hundeplätze.

Standard-Freiluftgeschäft

So wie es die sogenannten Standard-Situationen zum Abhalten gibt, gab es bei uns auch lange Zeit eine Standard-Situation mit „Freiluft“-Geschäft (Geschäftserledigung anderswo als am [vorgesehenen] Stillen Örtchen). Und zwar ging ein kleines Geschäft sehr oft daneben, sobald jemand mit der Babydame mit laufendem Wasserhahn bei der Spüle stand (um sich z. B. ein Glas Wasser zu bereiten oder abzuspülen). Ich versuchte schon immer, möglichst schnell zu sein oder mich nebenbei noch zu bewegen ;-). Und auch das war nur eine Phase und ist schon wieder Vergangenheit.

Auch unsere „Windelfrei-Ausstattung“ hat sich inzwischen geändert und sogar noch weiter vereinfacht und reduziert. Genaueres kannst du demnächst, an einem anderen Windelfrei-Dienstag lesen, wenn es wieder heißt: Zwischen ganz und gar nicht ist alles erlaubt!

Ich bin begeistert!

Es ist wirklich genial, die Babydame mit ihrem ganzen Körper wahrzunehmen! Es gibt keine Stelle, die so gut wie immer bedeckt ist. Jeder ihrer Körperteile ist gleich wichtig und kann gleichermaßen erfahren werden. Ich kenne sie so gut. Da ist keine Angst, beschmutzt zu werden. Es ist einfach Vertrauen und Selbstverständnis. Ein einfaches Sein in aller Natürlichkeit.

 

Welche Veränderungen hast du bei deinem Baby im ersten Lebenshalbjahr wahrgenommen? Hast du es nach ein paar Monaten einfacher gefunden, warst du routinierter? Von was bist du begeistert?

2 thoughts on “Windelfrei-Dienstag: Zwischen ganz und gar nicht ist alles erlaubt

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